Wasserball
Den Gegner überraschen und eine konsequente Ausnutzung der Torchancen waren die klare Vorgabe im Derby gegen den OSC Potsdam. Über weite Strecken des Spiels gelang dem ASC ein guter und bedachter Spielaufbau, doch leider war der OSC Potsdam wesentlich effektiver in der Ausnutzung seiner Möglichkeiten.
Bereits in Viertel 1 ließ der Favorit keine Zweifel an seinem Ziel. Der ASC begann etwas nervös, der erste Überzahl nach erst 30s Spielzeit konnte nicht genutzt werden, der direkte Gegenzug der Potsdamer bescherte ihnen das 1:0, weitere 30s später war es abermals ein Konterangriff mit dem der OSC auf 2:0 erhöhte, ehe Sebastian Mischur einen schön heraus gespielten Angriff zum Anschluss nutzen konnte. Potsdam erhöhte abermals, Maximilian Stresow sorgte für den Anschluss, der allerdings auch den Ausgleich hätte bedeuten können, wenn Sascha Mischur den zuvor verhängten Strafwurf hätte verwandeln können – er scheiterte am gut aufgelegten Potsdamer Keeper. Ehe das erste Viertel beendet war, erzielte der OSC in Überzahl das 4:2.
Dem 5:2 gleich nach Wiederbeginn ließ Christian Hehr in Überzahl das 5:3 folgen, doch dann verlor der ASC zwischenzeitlich den Faden. Der OSC agierte unbedrängt und erhöhte Tor um Tor bis zum Halbzeitstand von 8:4, Tor Nr. 4 für den ASC erzielte nach einem direkt ausgeführten Freiwurf Björn Dupont.
Auch im dritten Viertel konnte der ASC Brandenburg nicht aufschließen, alle Angriffsbemühungen wurden durch die starke Abwehr der Potsdamer oder durch die Schiedsrichter erstickt. Beim Stande von 10:4 eskalierte das körperlich durch beide Mannschaften körperlich anspruchsvoll geführte Spiel, als einer der Schiedsrichter einen Ellbogenschlag von Maximilian Stresow gesehen haben wollte und diese mit einem Spielausschluss für den Rest des Spiels ahndete. Dies bedeutete einen Strafwurf gegen den ASC und vier Minuten Unterzahlspiel, viele glaubten das Spiel wäre nun komplett entschieden, doch der ASC bewies wieder einmal Kampfgeist, André Koschmieder läutete die stärkste Phase des ASC mit der Parade des Strafwurfs ein. In Unterzahl agierend bewiesen die Brandenburger ihren festen Willen dagegen zu halten. Der OSC versuchte nervös seine Überzahl zu nutzen, doch die risikoreiche und offensive Verteidigung sorgte immer wieder für gefährliche Konter für die Brandenburger, welche dann auch zweimal durch Sebastian Mischur belohnt werden sollten.
Mittlerweile im letzten Spielviertel und beim Stande von 10:6 war der ASC wieder komplett und hatte die Phase der Unterzahl mit 2:0 für sich entschieden. Die Devise hieß nun alles nach vorn zu werfen um Anschluss zu bekommen. Doch leider konnte aus Brandenburger Sicht kein Kapital daraus geschlagen werden. Der OSC hingegen nutze seine Befreiungsschläge konsequent und machte mit drei weiteren Toren de Sack zu. Drei weitere Tore durch Sebastian Mischur waren dann nur noch Ergebniskosmetik, zeigten aber doch das der Brandenburger Angriff durchaus in der Lage war effektiv zu sein, doch leider zu spät.
„Das Endergebnis ist etwas zu deutlich ausgefallen“, ärgert sich Nico Haberlandt, „wir haben dem OSC zu viele Möglichkeiten zum Kontern gegeben, das haben sie sehr clever für sich genutzt.“, so die Kurzanalyse von Coach und Kapitän nach dem Spiel.
Lange Zeit zum Erholen haben die ASC’ler allerdings nicht, bereits am kommenden Wochenende heißt der Gegner im heimischen Marienbad SV Weiden. Angepfiffen wird die Partie um 17:00 Uhr.
Spieler des Tages: Sebastian Mischur
Es spielten:
Koschmieder, Oldenburg, Stresow (1), Ebert, Marold, Dupont (1), Geyer, Behrendt, P. Hehr, Marquardt, Sa. Mischur (1), Seb. Mischur (6), Ch. Hehr (1),
Trainer: Nico Haberlandt