Wasserball
Trotzdem war "Ersatzcoach" Thomas Borchert - er vertrat den grippekranken Trainer Nico Haberlandt am Beckenrand - mit der Leistung der Mannschaft durchaus zufrieden.
"Sie hat toll gekämpft und spielerisch im Vergleich zum Weiden-Spiel total überzeugt. Natürlich fehlte dem Team am Ende etwas der Biss, um das Ergebnis in Grenzen zu halten."
Vor gut 150 Zuschauern ging der ASC durch ein Tor von Sascha Mischur nach tollem Pass von Oldenburg früh in Führung. Im Gegenzug kamen die Gäste zwar zum Ausgleich, doch Marco Förster stellte den alten Abstand wieder her (3.). Zu diesem Zeitpunkt war für einen der besten Magdeburger Spieler, Ilja Butikashvili, die Begegnung bereits vorbei. Nach einer Rolle konnte er sich die restliche Spielzeit ganz entspannt vom Startblock aus ansehen. Unmittelbar nach dem 2:2 durch Bott "nagelten" Oldenburg und Sebastian Mischur zwei Distanzwürfe an den Pfosten des von Böer gehüteten WU-Tores. Dupont machte es da deutlich besser und netzte zur durchaus zu diesem Zeitpunkt verdienten 3:2-Führung für die Hausherren ein (7.). Ein Doppelschlag der Elbestädter brachte ihnen doch noch das 3:4 zum Ende des 1. Viertels.
Gleich zu Beginn der zweiten acht Spielminuten nutzte Kilibarda eine Unachtsamkeit der ASC-Deckung eiskalt zum 3:5 aus. Die Partie war in dieser Spielphase jedoch völlig offen. Auf das 4:5 von Sebastian Mischur hatten die Gäste gleich die Antwort zum 4:6 parat (10.). Förster verkürzte mit seinem zweiten Tor auf 5:6, doch dann erhöhten die Magdeburger die Schlagzahl und zogen bis zur Pause auf 5:10 davon. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.
Wer jetzt geglaubt hatte, die Hausherren würden sich kampflos geschlagen geben, der wurde eines besseren belehrt. Mit hohem kämpferischen Einsatz wurde der Wasserball Union weiterhin Paroli geboten. Zwar gelang dem ASC im 3. Viertel nur ein Tor durch Sebastian Mischur, trotzdem spielte sich die Mannschaft gute Möglichkeiten heraus, doch viele konnten vom guten WU-Keeper Böer mit teilweise spektakulären Paraden entschärft werden. Beim Stand von 6:14 wurde das letzte Anschwimmen durch Sascha Mischur gewonnen. Mischur spielte gleich erfolgreich einen genauen Pass zu Förster, der auf 7:14 verkürzen konnte. Zwei weiterer WU-Tore folgte das 8:16 durch Sascha Mischur. (27.). Die Magdeburger erhöhten zwischenzeitlich auf 8:18, ehe Marco Förster in Überzahl das letzte ASC-Tor markieren konnte (29.).
Trotz dieser hohen Niederlage dürfte kein ASC-Fan enttäuscht das Marienbad verlassen haben. Bot ihre Mannschaft doch eine sehr ansprechende Leistung, die auf einen so wichtigen Heimsieg im Nachholspiel gegen SV Krefeld 72 am 13.03. um 17 Uhr hoffen lässt.
Brandenburg: Koschmieder, Marold, Oldenburg, Ebert, Haberlandt, Dupont 1, Geyer, Förster 4, P. Hehr, Wagner, Sa. Mischur 2, C. Hehr, Seb. Mischur 2.
Trainer: Borchert.
Magdeburg: Böer, Schlanstedt 3/1, Butikashivili, Lonacric 1, Bauer, Stelzner 1/1, Bott 3, Hagendorf, Dambrück 3, Knobloch 3, Kiffer, Beiersdorf, Kilibarda 6.
Trainer: Sekulic.
Persönliche Fehler: 10/10
Spieler des Tages: Holger Dammbrück (WU Magdeburg)
Bilder vom Spiel: www.oliver-schwandt.de