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Wenn am Wochenende die Bundesliga-Begegnungen zwischen dem ASC 03 Brandenburg und den Gästen im hiesigen Marienbad angepfiffen wird, sind wie immer auch Doris und Klaus Haberlandt mit dabei. Sie wird ab 16 Uhr den Eintritt abkassieren und er seine Videokamera noch einmal überprüfen, um dann mit dem Anpfiff das Spiel aufzunehmen.
Zum Wasserball kamen die beiden durch ihre Söhne Nico und Niels. Jahrelang brachten sie diese zum Training und zu den Wettkämpfen. Während Niels immer noch im Becken präsent ist, fungiert Nico inzwischen als Trainer. „Ich bekomme von den Spielen allerdings meist nichts mit“, gibt Mathelehrerin Doris Haberlandt unumwunden zu. Zum einen müsse sie abkassieren und zum anderen auf die Garderobe aufpassen.
Und Klaus Haberlandt ist froh, dass er die Kamera hat. Zum einen hat er vom Sprungturm aus den besten Blick, zum anderen lenkt ihn diese Aufgabe von seiner eigenen Nervosität ab. Haberlandt filmt die Wasserballspiele bereits seit 1993. Erst beim SV Wasserfreunde und dann beim ASC. Inzwischen verfügt er über ein umfangreiches Archiv. Parallel fungiert er auch noch als Schatzmeister im Verein.
Heute befürchtet Klaus Haberlandt allerdings, dass er zumeist Tore des Gegners aufnehmen muss. „Die Magdeburger haben sich mit drei Ausländern verstärkt und sind ganz klar favorisiert“, weiß der Vorruheständler, der im vorigen Jahr noch in der JVA auf dem Görden tätig war. Nicht mit auf dem Film sein wird heute Maximilian Stresow, der nochmals gesperrt ist. Während Patrick Hehr immer noch Rippenprobleme hat, ist aber Marco Förster wieder fit.
Für Klaus Haberlandt beginnt die eigentliche Arbeit erst nach dem Spiel. Dann wird das Video auf dem Rechner bearbeitet. Eine CD geht zur Auswertung mit der Mannschaft immer an Sohn Nico. „Aber auch Spieler und Eltern bestellen ab und zu eine CD“, so Haberlandt, der auch immer bei den Auswärtsspielen mit dabei ist. Zumeist fährt er dann den Kleinbus, ehe er natürlich auch dort zur Kamera greift.
Quelle: MAZ/ Marcus Alert